Cookies + weitere Datenerhebungsmethoden

Um das Thema Datenerhebung zu beenden wollen wir uns noch um das wichtige Thema der Cookies kümmern. Obwohl oft in Verruf geraten, werden sie extensiv bei der Web Analyse eingesetzt und sind ein wichtiger Part des Trackings.

Als zweites werden dann noch weitere Datenerhebungsmethoden besprochen, die vielleicht nicht direkt als initiale Lösung der Web Analyse verwendet werden, jedoch erwähnenswert sind.

Cookies
Cookies sind kleine Textanweisungen, die im Speicher des Webbrowsers des User gespeichert werden. Bei Bedarf können sie von einem Server abgerufen werden (Whalen, 2002). Dabei unterscheidet man zwischen 1st und 3rd Party Cookies. 1st Party Cookies werden von der besuchten Seite gesetzt und können nur von dieser abgerufen werden. 3rd Party Cookies werden nicht durch die besuchte Seite gesetzt, sondern von einem Dritten (wie z. B. einem Affiliate Programm). Für die Web-Analyse sind Cookies wichtig, da sie Informationen zur Wiedererkennung des Besuchers enthalten und ihn eindeutig identifizieren. So kann man den User einer Kampagne zuordnen, ihn wiedererkennen oder ihn in ein User-Segment einteilen. Beim Wiederkehren des Users auf die Seite können die vorher festgelegten Informationen abgerufen werden (Aden, 2009, S. 40-45).

Weitere Datenerhebungsmethoden
Weitaus weniger Anwendung finden die weiteren Datenerhebungsmethoden in der Web-Analyse. Der Vollständigkeit halber werden sie kurz erläutert.

Beim A/B- und multivariaten Testing geht es nicht um eine Vollerhebung des Traffics im Sinne von Page Tagging oder Logfile-Analyse, sondern vielmehr um eine selektive Betrachtung zweier oder mehrerer Varianten einer Webseite. Unterschiedlichen Besuchern werden dabei verschiedene Varianten von Elementen einer Webseite gezeigt. Je nach dem welche Variante zu mehr gewünschten Aktionen geführt hat (z. B. das Anklicken eines Links), kann im Anschluss an den Erhebungszeitraum die beste Variante ermittelt werden (Hassler, 2009).
Neben quantitativen, lassen sich auch qualitative Erhebung durchführen. Dazu gehören Onlineumfragen und Benutzerbeobachtungen.

Onlineumfragen (engl.: Surveys) bestehen aus einem Fragebogen, die einem Benutzer als Popup eingeblendet werden. Die Einblendungen des Fragebogens werden über verschiedene Nutzer verteilt, sodass eine möglichst hohe Repräsentativität der Nutzer der Webseite besteht. So lassen sich Rückschlüsse auf bestimmte Fragen schließen und qualitative Daten sammeln.
Die Benutzerbeobachtung wird entweder in einem Labor (Usability Labor) oder beim Nutzer zu Hause durchgeführt. Dabei werden dem Nutzer verschiedene Aufgaben gestellt und beobachtet, wie er diese auf der Seite erfüllt. Dadurch lassen sich Rückschlüsse, insbesondere auf die Usability einer Webseite, schließen.  Ein Beispiel für die Durchführung eines Usability-Test kann bei der Plattform Käuferportal nachvollzogen werden.

Weiterlesen » · Geschrieben am: 12-10-09 · Keine Kommentare »

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